
Selbst gebackenes Brot ist für mich ein Stück Zuhause – vom fluffigen Stuten bis zum kräftigen Sauerteigbrot. Hier sammle ich meine Brotrezepte, die ich über die Jahre immer wieder gebacken und verfeinert habe.
Ob knusprige Brötchen fürs Sonntagsfrühstück, herzhaftes Vollkornbrot für die Brotdose oder ein süßer Hefezopf zum Kaffee – in dieser Kategorie findest du für jeden Anlass das passende Rezept. Ich erkläre Schritt für Schritt, worauf es beim Kneten, Gehen und Backen ankommt, damit es auch ohne Vorkenntnisse gelingt.
Du brauchst keine teure Ausstattung: Die Rezepte funktionieren mit normalem Backofen und dem, was du zu Hause hast. Wer tiefer einsteigen möchte, findet auch eine ausführliche Anleitung für eigenen Sauerteig. Stöbere dich in Ruhe durch und merke dir deine Favoriten mit dem Herz.


























Gutes Brot braucht vor allem Zeit und ein bisschen Geduld. Gib dem Teig ausreichend Zeit zum Gehen – er soll sein Volumen deutlich vergrößern, bevor er in den Ofen kommt. Ein warmer, zugfreier Ort hilft der Hefe, und beim Sauerteig entscheidet ein aktives, gut gefüttertes Anstellgut über das Ergebnis.
Für eine knusprige Kruste heizt du den Ofen richtig heiß vor und gibst in den ersten Minuten Dampf dazu – zum Beispiel mit einer feuerfesten Schale Wasser auf dem Ofenboden. Ob das Brot fertig ist, erkennst du am hohlen Klang, wenn du auf die Unterseite klopfst. Lass frisches Brot immer vollständig auf einem Gitter auskühlen, bevor du es anschneidest.
Weizenmehl (Type 405 oder 550) sorgt für lockere, helle Brote und Brötchen. Für kräftige, aromatische Vollkornbrote nimmst du Dinkel- oder Roggenvollkornmehl, das mehr Flüssigkeit braucht und dichter wird. Roggen gelingt am besten mit Sauerteig, weil er ohne Säure kaum aufgeht. Wer es mild mag, mischt Weizen- und Vollkornmehl einfach im Verhältnis.
Meist ist die Hefe zu alt oder das Wasser war zu heiß und hat sie abgetötet – Flüssigkeit sollte lauwarm sein, nicht heiß. Auch zu wenig Gehzeit oder ein zu kalter Raum bremsen den Teig. Gib ihm lieber etwas mehr Zeit, bis er sich sichtbar vergrößert hat.
Bewahre Brot mit der Schnittfläche nach unten in einem Brotkasten oder Tontopf auf, nicht im Kühlschrank – dort wird es schneller altbacken. Vollkornbrote halten von Natur aus länger frisch als helle Weizenbrote. Angeschnittenes Brot lässt sich auch scheibenweise einfrieren.
Nein. Für den Anfang reichen ein Glas, Mehl und Wasser, um ein Anstellgut anzusetzen. Eine Küchenwaage ist hilfreich, weil beim Brot die Mengenverhältnisse wichtig sind. Ein Gärkörbchen und ein Gusstopf verbessern das Ergebnis, sind aber kein Muss.